"Wahrer Frieden braucht eine tiefe Liebe zu sich selbst." (Susanne Hoffmann)

Diese Seite ist als Geschenk für dich gedacht. Du findest hier Berührendes, Bewegendes, Kontemplatives … - schau einfach öfter mal vorbei, sie wird stetig „fülliger“ werden :-) .

 

Zu Weihnachten 2016 erhielt ich von einer Freundin, die 20 Jahre mehr Lebenserfahrung aufzuweisen hat als ich, folgendes Gebet:

 

Gebet eines älter werdenden Menschen (nach Teresa von Avila)

 

Oh, Gott,

du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.

Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer regeln zu wollen.

Lehre mich, nachdenklich, aber nicht grüblerisch, hilfreich, aber nicht diktatorisch zu sein.

Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit erscheint es mir schade, sie nicht weiterzugeben - aber du verstehtst, oh Gott, dass ich mir ein paar Freundinnen erhalten möchte.

Bewahre mich vor der endlosen Aufzählung endloser Einzelheiten und verleih mir Schwingen, um zum eigentlichen Punkt zu gelangen.

Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden, sie nehmen zu - und die Lust, sie zu beschreiben wächst von Jahr zu Jahr.

Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir die Krankheitsschilderungen anderer mit Freude anszuhören, aber lehre mich,  sie geduldig zu ertragen.

Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.

Erhalte mich so liebenswert wie möglich. Ich möchte keine Heilige sein - mit ihnen lebt es sich so schwer - aber auch keine Griesgrämin, das ist auch nicht leichter.

Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleih mir, oh Gott, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

 

 

Du bist göttlich, wenn du lächelst.
Du bist göttlich, wenn du weinst.
Sing dein Lied hier, werde Farbe,
In der Welt, in der du scheinst.

Susanne Hoffmann

 

Eine Neuübersetzung von Neil Douglas Klotz des Vater-Unsers aus dem Aramäischen empfinde ich sehr viel stimmiger, als die von der Kirche gepredigte:

 

O Gebärerin, Vater-Mutter des Kosmos,
Bündele Dein Licht in uns – mache es nützlich.
Erschaffe Dein Reich der Einheit jetzt.
Dein eines Verlangen wirkt dann in unserem – wie in allem Licht, so in allen Formen.
Gewähre uns täglich, was wir an Brot und Einsicht brauchen.
Löse die Stränge der Fehler, die uns binden, wie wir loslassen, was uns bindet an die Schuld anderer.
Lass oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält.
Aus Dir kommt der allwirksame Wille, die lebendige Kraft zu handeln, das Lied, das alles verschönert und sich von Zeitalter zu Zeitalter erneuert.
Wahrhaftig – Lebenskraft diesen Aussagen!
Mögen sie der Boden sein, aus dem alle meine Handlungen erwachsen.

Amen